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Das Fach Informatik am Lessing - Gymnasium
Neuer Lehrplan und ZentralabiturFür die Schülerinnen und Schüler, die im August 2004 in die Studienstufe eintreten, werden für die schriftliche Abiturprüfung zentral Aufgaben gestellt. Dies macht strikte zentrale Vorgaben für den Unterricht erforderlich.Im September 2003 wurde ein Entwurf für neue Rahmenrichtlinien veröffentlicht (Frist zur Stellungnahme der Schulen: 1. Dezember 2003). Es ist wohl davon auszugehen, dass diese Richtlinien mit allenfalls geringen Änderungen in Kraft treten werden - unabhängig von einer neuen Regierungsbildung nach den neuwahlen im Febuar. Insofern haben die nachstehenden Ausführungen nur noch informativen Charakter. Neuer Richtlinienentwurf (Download) Das Lessing-Gymnasium übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte der Internetseiten, wenn sie diesem Link folgen.
VorstufeAuch für die Vorstufe gilt voraussichtlich ab August 2004 ein neuer Lehrplan.Der Unterricht bereitet die SchülerInnen auf das Fach in der Studienstufe vor. Es werden kleine Aufgaben vor allem praktisch am Computer bearbeitet. Diese Aufgaben stehen in Beziehung zu den Zielen und Themen der Studienstufe, nehmen diese aber inhaltlich nicht vorweg. Dies bedeutet, dass nicht die Benutzung von Anwendungssoftware im Vordergrund steht, sondern die Programmierung (und ihre Theorie) als Problemlösungsstrategie. Die reine Computerbedienung kann nur noch begrenzt vermittelt werden und sollte zunehmend bereits in der Mittelstufe gelernt worden sein. Auf jeden Fall sind einige grundlegende Programmiertechniken (Bedingung, Wiederholung, ...) Gegenstand des Unterrichts der Vorstufe. Die Belegung von Informatik in der Vorstufe ist Voraussetzung für die Wahl als Leistungsfach oder Grundkursprüfungsfach in der Studienstufe. Nur in Sonderfällen kann der Schulleiter Ausnahmen hiervon zulassen, die Vorkenntnisse müssen dann aber in einem Kolloquium mit einem Informatiklehrer nachgewiesen werden. Geschlechtergetrennter Unterricht in der Vorstufe Da sich gemessen an den Berufschancen immer noch zu wenig Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Ausbildungen entscheiden, werden am Lessing - Gymnasium traditionell in der Vorstufe getrennte Kurse für Mädchen und Jungen eingerichtet. Nur ausnahmsweise sind auch gemischte Kurse eingerichtet worden, wenn InteressentInnenzahlen und Ressourcen nichts anderes ermöglichten. Die Fortsetzung des Unterrichts in der Studienstufe findet immer in gemischten Kursen statt.
StudienstufeFür die Studienstufe gilt voraussichtlich ab August 2004 eine neuer Lehrplan.Informatik kann in der Studienstufe als Leistungskurs mit 5 Wochenstunden und als Grundkurs mit 3 Wochenstunden gewählt werden. Wenn die Zahl der InteressentInnen dies rechtfertigt (und genügend LehrerInnen vorhanden sind), kann im Grundkurs zwischen AnfängerInnen und Fortgeschrittenen differenziert werden. Mit Informatik kann die Auflage erfüllt werden, ein mathematisch – naturwissenschaftlich – technisches Prüfungsfach zu wählen, jedoch nicht die Auflage, eine Naturwissenschaft (Biologie, Chemie oder Physik) über 4 Semester zu belegen.
ZieleInformatik ist derzeit das einzige eher technische Fach im Kursangebot der Studienstufe unserer Schule. Wie in allen Fächern ist das Ziel des Unterrichts dennoch vorrangig der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten, die zur Allgemeinbildung gehören und die Studierfähigkeit unabhängig von einer Fachwahl erhöhen
InhalteEs geht nicht um die perfekte Beherrschung aller Tricks einer oder mehrerer Programmiersprachen oder technischer Details von IT – Systemen, sondern um die Kenntnis grundlegender Prinzipien der Programmierung und eine fundiert kritische Einschätzung ihrer Leistungsgrenzen. Der Unterricht soll darüber hinaus die gesellschaftlichen Auswirkungen der Informationstechnologie reflektieren
TheorieNach 4 Semestern sollen die SchülerInnen zwei unterschiedliche Programmierparadigmen kennen, d.h. zwei grundverschiedene Zugänge zur Tätigkeit der Programmierung (z.B. Objektorientierung und Funktionale Programmierung). Zentral wichtige Standardalgorithmen werden ebenfalls behandelt, jedoch sind (im Gegensatz zu einem späteren Informatikstudium) noch keine vertieften Mathematikkenntnisse erforderlich.
PraktikumDie geforderten Theoriekenntnisse können nur erreicht werden, wenn der Unterricht durch praktische Tätigkeit ergänzt wird, d.h. die SchülerInnen selbst Programme schreiben und daher grundlegend wichtige Programmiertechniken einzusetzen lernen: Bedingung, Wiederholung, Rekursion ... Ein Computerraum der Schule kann von den SchülerInnen für dieses Praktikum auch außerhalb des Unterrichts in den Freistunden genutzt werden, wenn er nicht durch Unterricht belegt ist. Alle Schulcomputer sind mit der entsprechenden Software ausgerüstet, weiteres Material wird durch Lehrer über das Intranet der Schule ebenfalls an allen Arbeitsplätzen verfügbar gemacht.
GrundkursInformatik kann als Grundkurs über 2 Semester (1. und 2. Semester, weniger empfehlenswert: 3. und 4. Semester) oder über 4 Semester betrieben werden, ohne in der Abiturprüfung vorzukommen. Die Ergebnisse können im Grundkursbereich in die Gesamtqualifikation eingehen. In der Auflagenerfüllung trägt der Kurs zur Erreichung der Mindestwochenstundenzahl von 114 sowie der Mindestwochenstundenzahl von 24 im mathematisch – naturwissenschaftlich – technischen Bereich bei, ersetzt jedoch nicht die vorgeschriebene Belegung einer Naturwissenschaft. In welchem Umfang Grundkurse eingerichtet werden können , richtet sich nach der Anzahl der SchülerInnen, die das Fach wählen und nach der Personalsituation der Schule. Der Versuch, zur Erweiterung der Wahlmöglichkeiten auch Informatik - Grundkurse in die Schulkooperation des Harburger Modells einzubeziehen, stößt auf sehr große organisatorische Schwierigkeiten. Ziele , Inhalte und auch Themen unterscheiden sich nicht grundsätzlich vom Leistungskurs, es sind jedoch entsprechend der Stundenzahl der Stoffumfang und das Anspruchsniveau etwas niedriger. In Grundkursen können auch Themen behandelt werden, bei denen die Anwendung von Software stärker im Vordergrund steht: z.B. Aufbau und Pflege einer Website, Aufbau und Pflege einer DatenbankFür die Studienstufe gilt voraussichtlich ab August 2004 eine neuer Lehrplan. Anfänger / Fortgeschrittene im GrundkursAls Fortgeschrittene gelten im 1. Semester die SchülerInnen, die bereits in der Vorstufe Unterricht in Informatik hatten. Grundlegende Fähigkeiten aus der Vorstufe werden vorausgesetzt. Im 3. Semester sind diejenigen Fortgeschrittene, die im 1. und 2. Semester Informatikunterricht hatten. In welchem Umfang Grundkurse nach Vorkenntnissen differenziert werden können , richtet sich nach der Anzahl der SchülerInnen, die das Fach wählen und nach der Personalsituation der Schule.Der Unterricht für Anfänger beginnt wie in der Vorstufe ohne Voraussetzungen. Allerdings wird (zunehmend) davon ausgegangen, dass Kenntnisse in der Handhabung des Computers und seiner Nutzung (Textverarbeitung, Internetrecherche, ..) bereits aus der Mittelstufe vorhanden sind.
Abitur im GrundkursInformatik kann als schriftliches oder mündliches Prüfungsfach nur gewählt werden, wenn in der Vorstufe Informatik belegt wurde und als Grundkurs 4 Semester lang betrieben wird. Der Schulleiter kann von der Belegungspflicht für die Vorstufe Ausnahmen zulassen. Wer eine solche Ausnahme schriftlich beantragt, muss davon ausgehen, Vorkenntnisse in Informatik in einem Kolloquium nachzuweisen.
Schriftliches PrüfungsfachFür das schriftliche Abitur gelten voraussichtlich ab Augut 2004 neue Richtlinien (Zentralabitur). Das Fach wird derzeit (vgl. Zentralabitur) im Abitur mit einer Klausur von 4 Zeitstunden geprüft. Diese besteht aus 3 Aufgaben, die von der/dem FachlehrerIn der Schulbehörde zur Genehmigung eingereicht wurden und die sich auf den Stoff des 1. bis 3. Semesters beziehen (mindestens 2, meist 3 verschiedene Themen). Alle Aufgaben müssen bearbeitet werden. Das Ergebnis der schriftlichen Prüfung kann in einigen Fällen durch eine mündliche Nachprüfung modifiziert werden. Zu einem Fünftel besteht das Prüfungsergebnis aus den Semesterleistungen im 4. Semester.
Mündliches PrüfungsfachDas Fach wird im Abitur mündlich geprüft. Die Prüfung dauert 30 Minuten und besteht aus 2 Teilen: Im ersten Teil bearbeitet der/die SchülerIn Fragen zu einem mit dem/der FachlehrerIn abgesprochenen Gebiet aus dem Unterricht des 1. – 3. Semester. Zur Vorbereitung erhält der/die SchülerIn eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten unmittelbar vor der Prüfung sowie entsprechendes Material. Der zweite Teil besteht aus einem Prüfungsgespräch über den Unterricht des 4. Semesters. Zu einem Fünftel besteht das Prüfungsergebnis aus den Semesterleistungen im 4. Semester.
LeistungskursInformatik kann als Leistungsfach nur gewählt werden, wenn in der Vorstufe Informatik belegt wurde. Der Schulleiter kann von der Belegungspflicht für die Vorstufe Ausnahmen zulassen. Wer eine solche Ausnahme schriftlich beantragt, muss davon ausgehen, gute Vorkenntnisse in Informatik in einem Kolloquium nachzuweisen.Der Unterricht umfasst 5 Wochenstunden, die Anforderungen gehen über die des Grundkurses erheblich hinaus. Insbesondere muss auch außerhalb des Unterrichts an Praktikumsaufgaben gearbeitet werden. Neben dem allgemeinbildenden Aspekt sind für die Themenauswahl auch solche Gebiete bedeutend, die in der Informatik als Wissenschaft grundlegend wichtig sind. Der Leistungskurs ist Bestandteil des Harburger Modells der Schulkooperation, d.h. er wird gemeinsam für Schüler des Lessing – Gymnasiums, des Friedrich – Ebert – Gymnasiums, der Gesamtschule Harburg und des Heisenberg – Gymnasiums eingerichtet. Der gewählte Standort richtet sich nach den InteressentInnenzahlen und der Personalsituation der Schulen. In den letzten Jahren fand fast ohne Ausnahmen ein Leistungskurs Informatik am Lessing – Gymnasium statt. Beispiele für Themen im Leistungskurs Vgl. Neuer Lehrplan ab August 2004 1./2. Semester
3/4 Semester
Das Abitur im LeistungskursDas Fach wird derzeit (vgl. Zentralabitur) im Abitur mit einer Klausur von 5 Zeitstunden geprüft. Diese besteht aus 3 Aufgaben, die von der/dem FachlehrerIn der Schulbehörde zur Genehmigung eingereicht wurden und dies sich auf den Stoff des 1. bis 3. Semesters beziehen (mindestens 2, meist 3 verschiedene Themen). Alle Aufgaben müssen bearbeitet werden. Das Ergebnis der schriftlichen Prüfung kann in einigen Fällen durch eine mündliche Nachprüfung modifiziert werden. Zu einem Fünftel besteht das Prüfungsergebnis aus den Semesterleistungen im 4. Semester.
Informatik und ZentralabiturAb 2006 beabsichtigt die Behörde, auch die Aufgaben für das schriftliche Abitur in Informatik zentral vorzuschreiben. Für mündliche Prüfungen gibt es keine zentralen Aufgabenstellungen.
Objektorientierung
Ein Objekt ist ein „Ding“, das
Funktionale ProgrammierungEine Funktion ermittelt aus Eingangsdaten rückwirkungsfrei ein Ergebnis. Funktionen können sich gegenseitig anwenden. Funktionale Programmierung zu einem Problem besteht im Entwurf eines Paketes von Funktionen und deren geschickter Kombination, so dass schließlich die Aufgabenstellung durch Anwendung einer einzigen Funktion gelöst werden kann. |

